Basketballfeld für zu Hause: Erzbischöfliche Liebfrauenschule aus Köln gewinnt Landesentscheid um beste Geschäftsidee

Ein Liniensystem für die Markierung des eigenen Basketballfelds – mit ihrer Geschäftsidee „Courtable“ konnten eine Schülerin und vier Schüler der Erzbischöflichen Liebfrauenschule den digital durchgeführten Landesentscheid Köln von business@school gewinnen. Damit hat sich das Team für das Deutschlandfinale im Juni qualifiziert, bei dem es mit neun weiteren Schülerteams aus ganz Deutschland um den Sieg konkurrieren wird. Drei zweite Plätze erreichten ein Team aus Düsseldorf und zwei weitere Teams aus Köln.

Köln, 28. Mai 2021. „Ich spiele im Verein Basketball. Aber als ich in den letzten Monaten aufgrund von Corona mehr zu Hause trainiert habe, ist mir ein Problem aufgefallen: Ich wusste nicht, wo die richtigen Markierungen liegen“, erzählt Justus (16), Mitglied des siegreichen Teams. Die Lösung entwickelte Justus zusammen mit Anno (17), Teamsprecherin Carla (16), Christian (16) und Kolja (17): „Courtable“ ist ein ausrollbares Liniensystem, um das eigene Basketballfeld in den offiziellen Maßen zu markieren. Es besteht aus Gummigranulat, einem Recyclingprodukt, das aus Autoreifen hergestellt wird, und kann im dazugehörigen Rucksack einfach transportiert werden. Besonders großes Marktpotenzial sieht das Team in den USA. Dort konnten die Jugendlichen bereits große Handelsketten wie Walmart für ihr Produkt gewinnen und sich eine Abnahme von 60.000 Stück sichern. Die Idee des Teams überzeugte auch die Jury des Landesentscheids Köln von business@school, der Bildungsinitiative der internationalen Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG).

Virtuelle Live-Präsentation vor hochkarätiger Jury

Trotz Schulschließungen und Distanzlernen arbeiteten insgesamt mehr als 1.000 Oberstufenschülerinnen und ‑schüler von rund 70 Schulen mit viel Eigen­initiative und in digitaler Teamarbeit beeindruckende Geschäftsideen samt Businessplänen aus. Ihre Lehrkräfte sowie rund 400 Betreuerinnen und Betreuer von mehr als 20 namhaften Wirtschaftsunternehmen und von BCG unterstützten sie dabei. „Die Kreativität der Teammitglieder und ihr Mut, in den USA Kontakte zu knüpfen und dort mit Vertriebspartnern zu verhandeln, waren sehr beeindruckend“, sagt Lehrer Karl-Bernd Burbach stolz. „Am Anfang wussten wir nicht viel darüber, wie ein Unternehmen funktioniert, und vor allem auch nicht, wie man eines aufbaut. Das hat sich jetzt geändert“, berichtet Anno.

Ihre Geschäftsideen präsentierten die Teams beim Landesentscheid Köln live in einer Videokonferenz und beantworteten anschließend die kritischen Fragen der Jury. Diese zeigte sich sehr angetan von den Ideen und den durchdachten Businessplänen: „Ich habe selbst zwei Jungs in dem Alter und kenne daher die aktuellen Herausforderungen. business@school zeigt: Auch unter schwierigen Umständen, wie Schulschließungen und Kontaktverboten wegen Corona, sind große Kreativität und Teamwork möglich. Die Ideen der Nachwuchsunternehmerinnen und -unternehmer, die dabei entstanden sind, können einfach nur begeistern“, betont Jurymitglied Frank Hüppelshäuser, Geschäftsführer, Deutsche Vermögensberatung AG, und fügt hinzu: „Ein besonderer Dank gilt auch den Lehrkräften, denen in diesen Zeiten ebenfalls Außergewöhnliches abverlangt wird.“

Die Jury bestand aus:

  • Dr. Guido Colsman, Geschäftsführer, Krüger GmbH & Co. KG
  • Frank Hüppelshäuser, Geschäftsführer, Deutsche Vermögensberatung AG
  • Iris Kremers, Mitglied des Vorstands, HDI Deutschland AG
  • Tobias Ragge, CEO, HRS GmbH
  • Jochen Schönfelder, Managing Director and Partner, Boston Consulting Group
  • Dr. Rüdiger von Stengel, Founding Partner, Art-Invest Real Estate Management GmbH

Teams aus Düsseldorf und Köln auf Platz zwei

Angesichts der vielen guten Ideen fiel der Jury die Entscheidung nicht leicht. Den zweiten Platz teilen sich ein Team aus Düsseldorf und zwei weitere Teams aus Köln.

  • Das Team vom Erzbischöflichen Irmgardis-Gymnasium aus Köln stellte „SightHearing“ vor. Mit der App von Carlotta (16), Gereon (16), Jan (16), Teamsprecherin Julia (16), Juliane (17) und Saskia (16) können sowohl Einheimische als auch Touristen selbst individuelle Audio-Stadttouren nach ihren persönlichen Interessen zusammenstellen.
  • Teamsprecherin Dunja (17), Helena (16), Lara (17) und Lea (17) vom Friedrich-Wilhelm-Gymnasium aus Köln haben „CookClean“, eine praktische Herdabdeckung aus Silikon, entwickelt. Diese ist hitzebeständig, lässt sich flexibel an jeden Kochtopf anpassen und sorgt dafür, dass der Herd beim Kochen sauber bleibt.
  • Die digitale Plattform „KACHING!“ vermittelt Nebenjobs an Jugendliche. Die Idee von Charlotte (16), Colin (16), Teamsprecherin Estelle (16), Lilly (17), Livia (16) und Shreyas (16) vom Goethe-Gymnasium aus Düsseldorf fokussiert sich dabei auf Jobs, die Familien, Kinder, Senioren und Kleinunternehmen in der Umgebung unterstützen.

Am Landesentscheid Köln nahmen insgesamt acht Teams teil:

  • Comenius-Gymnasium, Düsseldorf: Need To Know (N2K) – digitale Lernplattform für das Leben nach der Schule
  • Erzbischöfliche Liebfrauenschule, Köln: Courtable – Liniensystem für die Markierung des eigenen Basketballfelds
  • Erzbischöfliches Irmgardis-Gymnasium, Köln: SightHearing – individualisierbare Audio-Stadttouren
  • Friedrich-Wilhelm-Gymnasium, Köln: CookClean – flexibel anpassbare Herdabdeckung aus Silikon
  • Goethe-Gymnasium, Düsseldorf: KACHING! – Plattform zur Vermittlung von Nebenjobs für Jugendliche
  • Grashof Gymnasium, Essen: Eats – digitales Bestell- und Bezahlsystem für Mensen
  • Gymnasium Frechen, Frechen: GreenSeat – nachhaltiges Sitzkissen
  • Otto-Hahn-Gymnasium Bensberg, Bergisch Gladbach: PineLife Pro – biologisch abbaubare Einmalhandschuhe aus Fichtennadeln