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Auf dem Weg zu Wirtschaftsexperten: Erfahrungsbericht Phase I und II

In den Phasen I und II von business@school analysieren die Schülerinnen und Schüler zuerst ein Groß- und dann ein lokales Kleinunternehmen. Dadurch erwerben sie zunächst Basiswissen und bauen anschließend ein Detailverständnis für Wirtschaft auf. Aber wie läuft das konkret ab? Adam, Max und Thomas von der Leibnizschule Wiesbaden haben über ihre Erfahrungen berichtet.

Wir – Adam, Max und Thomas – nehmen in diesem Jahr unter der Leitung unserer Lehrerin Frau Kerschbaum an der Leibnizschule an business@school teil. Dabei treten wir in drei Phasen gegen zwei andere Teams von unserer Schule und ein weiteres Team aus Rüsselsheim an.

In der ersten Phase bestand die Aufgabe darin, einen „Global Player“ zu analysieren. Wir haben uns das Unternehmen Bosch ausgesucht und dabei besonders auf das Thema Nachhaltigkeit geschaut. Die Frage, wie ein Unternehmen dieser Größenordnung umweltfreundlich und trotzdem ökonomisch effizient arbeiten kann, war spannend und komplex zu untersuchen. Bosch ist in dieser Hinsicht ein Vorbild – nicht alle Konzerne können von sich behaupten, dass sie seit mehr als einem Jahr in ihren eigenen Prozessen klimaneutral handeln. Beim Schulentscheid Anfang November in der Aula der Leibnizschule haben wir laut Bewertung der Expertenjury die überzeugendste Präsentation gehalten. Damit konnten wir gut in Phase II starten.

Für uns ging es direkt weiter mit der Analyse eines mittelständischen Unternehmens in Vorbereitung auf den zweiten Schulentscheid in Rüsselsheim. Ausgewählt haben wir Brömer & Sohn, ein Bauunternehmen in Wiesbaden. Den Kontakt zum Unternehmen erhielten wir dank einer Kooperation mit der Handwerkskammer Wiesbaden. Für Phase II brauchten wir jede Menge Informationen, die wir nicht durch Recherche im Internet bekommen konnten. Daher hatten wir zu Beginn einen Termin mit dem Geschäftsführer Jörg Brömer in der Firmenzentrale. In einem langen Gespräch konnten wir ihm alle unsere Fragen stellen und anschließend mit der Ausarbeitung der Präsentation beginnen. Um einen genaueren Einblick in die Abläufe des Unternehmens zu erlangen, machten wir zwei Folgetermine aus. Dabei durften wir zum einen das Betriebsgelände in Wiesbaden besuchen und uns die Lager und Maschinen ansehen. Zum anderen kamen wir in den Genuss einer Führung auf einer Großbaustelle für Mehrfamilienhäuser. Die Zusammenarbeit war unkompliziert und sehr angenehm. Es war für uns hilfreich, verschiedene Ebenen des Unternehmens kennenzulernen und Sachverhalte aus den jeweiligen Perspektiven des Geschäftsführers und der Mitarbeiter am Bau mitzubekommen. Da die Jahresberichte des Bauunternehmens öffentlich zugänglich sind, konnten wir bei unserer Analyse der Finanzzahlen detailliert vorgehen. Die Entscheidung fiel leider nicht wie geplant vor Weihnachten in einer Präsenzveranstaltung, sondern aufgrund der Pandemielage digital im neuen Jahr. Davon ließen die Teams sich jedoch nicht stören, und auch am Ende von Phase II konnten wir die Jury mit unserer Präsentation überzeugen.

Jetzt folgt der entscheidende und arbeitsintensivste Teil: In Phase III steht die Entwicklung einer eigenen Geschäftsidee an. Dabei werden auch sämtliche finanziellen und organisatorischen Aspekte der Idee geplant und dargestellt. Das Gewinnerteam unserer Schule darf anschließend im Landesentscheid gegen andere Schulsieger antreten. Als Höhepunkt folgt dann das Deutschlandfinale. Bis dahin ist es allerdings noch ein langer Weg. Wir freuen uns schon jetzt auf viele innovative und spannende Ideen.